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Nebenkosten einer Baufinanzierung

Wer sich heute eine Wohnung oder ein Haus kaufen möchte, hat meistens nicht so viel Geld auf der hohen Kante, dass er die Immobilie komplett eigenfinanzieren, d.h. ohne Fremdkapital kaufen kann. Im Idealfall verfügt man über einen bestimmten Prozentsatz der Kaufsumme an Eigenkapital, da die Banken meist nur bis zu 80% des Beleihungswertes finanzieren. Hinzu kommen noch die Kaufnebenkosten wie Notarkosten und Grunderwerbssteuer und in einigen Fällen auch Maklerkosten. Wird die Immobilie über einen Makler gekauft, belaufen sich die Kaufnebenkosten auf etwa 10% der Kaufsumme. Da kaum ein Bürger über so viel Kapital verfügt, um eine Immobilie ohne Fremdmittel erstehen zu können, muss er bei einer Bank einen speziellen Kredit aufnehmen. Dieser Kredit wird auch als Baufinanzierung bezeichnet, da er ausschließlich für den Erwerb oder den Bau einer Immobilie gedacht ist.

Wie bereits erwähnt, finanzieren die Banken eine Immobilie bis maximal 80% des Beleihungswertes. Dies bedeutet, dass man beim Kauf über einen Makler rund 30% Eigenkapital besitzen sollte. Nur wenige Banken bieten eine so genannte 110%-Finanzierung an, und wenn überhaupt, dann nur wenn man eine sehr gute Bonität, also ein gutes Einkommen und keine Negativeintragungen in der Schufa hat. Es gibt auch Banken, die sich genau auf die Schließung dieser Finanzierungslücke spezialisiert haben und sie mit Hilfe eines so genannten Nachrangdarlehens schließen. Ein Nachrangdarlehen ist ein Kredit, der vom Prozentsatz zwischen einer Baufinanzierung und einem normalen Konsumentenkredit liegt, und somit eigentlich recht teuer ist. Aus diesem Grund sollte man Wert darauf legen, die Verpflichtungen, welche man mit dem Kredit aus der Nachrangfinanzierung eingeht, so früh wie möglich mittels Sondertilgungen, abzulösen.