KFZ-Haftpflichtversicherung

KFZ-Haftpflichtversicherung - Vollkasko für einen Neuwagen

Die KFZ-Haftpflichtversicherung gehört in Deutschland zu den so genannten Pflichtversicherungen und dient grundlegend zur Deckung von Fremdschäden im Straßenverkehr. In den letzten Jahren entwickelte sich die KFZ-Haftpflichtversicherung auch in der EU weitgehend zu einer Pflichtversicherung. Ein großer Vorteil an dieser Versicherung ist, dass alle durch den Versicherungsnehmer verursachten Schäden gedeckt werden, dazu gehören neben den Personenschäden auch Sach- und Kapitalschäden. Übernommen werden aber natürlich nur die Schäden Dritter, welche direkt am Unfallgeschehen beteiligt waren. Unternehmer, welche beispielsweise durch einen in Folge des Unfalls entstandenen Stau einen Termin nicht wahrnehmen konnten, können keine Vermögensansprüche gegenüber dem Unfallverursacher geltend machen.
Die Preise für eine solche Versicherung können je nach Versicherungsunternehmen stark variieren, weshalb sich eine genaue Recherche und ein Vergleich der Angebote als lohnenswert herausstellen kann.

Hier Autoversicherungen vergleichen:

Der Beitrag für die Haftpflichtversicherung errechnet sich aus folgenden Aspekten:

Typklasse:
Die Typklasse eines Fahrzeuges enthält in der Regel Informationen zu der Schadenshäufigkeit, sowie die Höhe der damit verbundenen Reparaturkosten.

Regionalkosten:
Informationen über die regionale Unfallhäufigkeit.
Des Weiteren fließen unter anderem Merkmale, wie zum Beispiel das Alter des Versicherungsnehmers, sowie die jährliche Fahrleistung und der Ort der Fahrzeugunterstellung in die Berechnung des Versicherungsbeitrags ein. Auch das Alter des Fahrzeuges, sowie die Einschränkung auf bestimme Fahrer (beispielsweise keine Fahrer unter 23 Jahren) können sich preislich auf den Versicherungsbeitrag auswirken.

Die Deckungssumme beschreibt die Summe pro Schadensfall, welche als Leistung von der Versicherung maximal erbracht werden kann. In Deutschland beträgt die gesetzliche Mindestsumme für Personenschäden 2,5 Mio Euro pro Person, bei drei oder mehr geschädigten Personen 7,5 Mio Euro sowie 500.000 Euro für Sachschäden. Üblich sind aber Pauschaldeckungssummen in Höhe von 50 - 100 Mio Euro für alle entstandenen Schäden. ( Sach, Personen- und Vermögensschäden).

Ist der Schaden höher als die Deckungssumme, so muss der Versicherungsnehmer für den Schaden aufkommen. Auch im Falle von grober Fahrlässigkeit bzw. Vorsatz ( beispielsweise Alkohol oder Drogen) kann der Versicherungsnehmer vom Versicherungsunternehmen in Regress genommen werden, was bedeutet, dass der Versicherungsnehmer für den Schaden selbst aufkommen muss. Die Regresssumme ist aber grundlegend auf 5000 Euro pro Schadensfall begrenzt.

Der Besitz einer Haftpflichtversicherung wird bei der Fahrzeugzulassung überprüft, nur mit der so genannten "Doppelkarte" , welche man vom Versicherer erhält, kann das Fahrzeug zugelassen werden. Sollte der Fall eintreten, dass man die Haftpflichtversicherung kündigt, so darf man ohne eine neue Versicherung das Fahrzeug nicht benutzen.
Die KFZ-Versicherung ist aufgrund der erläuterten Eigenschaften sehr nützlich und deshalb ist es auch wirklich von großem Vorteil, dass diese Versicherung in Deutschland zu den Pflichtversicherungen gehört, denn durch die Haftpflichtversicherung werden ohne Ausnahmen Schäden Dritter übernommen, wodurch den KFZ-Besitzern im Ernstfall in der Regel nicht nur Rechtstreite mit den Unfallverursachern, sondern auch viel Stress erspart wird.