Private Krankenversicherung

Zusatzleistungen mit der privaten Krankenversicherung bekommen


Das Leistungsspektrum der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist wesentlich umfangreicher und vielfältiger als für Mitglieder einer Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Kassenpatient bekommt nur die Leistungen, die im einheitlichen Leistungskatalog aller GKV festgelegt sind. In der Regel sind das Basisleistungen mit teilweisen Zuzahlungen. Bestimmte notwendige Behandlungen, wie zum Beispiel hochwertiger Zahnersatz oder Brille gehören nicht zum Leistungsspektrum und werden von den GKV nicht bezahlt. Der Beitrag richtet sich bei den gesetzlichen Kassen nur nach dem Bruttoverdienst. Für den Privatpatienten ist die Beitragshöhe unabhängig vom Einkommen. Sie richtet sich nach den gewünschten Versicherungsleistungen, dem Alter bei Vertragsabschluß, eventuellen gesundheitlichen Risiken und den Versicherungsbedingungen der jeweiligen privaten Krankenversicherung.

Infos zur Krankenversicherung:

Ein Privatpatient kann von der normalen Basisversorgung mit Zuzahlungen bis hin zu modernsten Behandlungsmethoden und Sonderleistungen alles versichern. Eine PKV dürfen Arbeitnehmer und Angestellte nur dann abschließen, wenn sie über einem bestimmten Bruttoverdienst im Jahr liegen. Für 2008 ist diese Grenze bei € 48150,-- brutto. Für Arbeitnehmer und Angestellte, die sich schon am 31.12.2002 privat krankenversichern durften, liegt sie für 2008 bei € 43200,-- brutto. Wer darunter liegt muss in der GKV versichert bleiben. Alle anderen Personen dürfen sich eine PKV wählen. Für Besserverdienende kann die private Krankenversicherung durch die andere Zusammensetzung des Beitrages bei besserer Absicherung kostengünstiger als eine GKV sein.

Besonders günstig kann eine PKV für jüngere Leute sein. Der Beitrag ist durch das geringere Alter noch niedrig und in der Regel haben jüngere Leute auch noch keine gesundheitlichen Probleme, die zu Beitragszuschlägen führen können. Die Beitragshöhe kann bei gleichen Leistungen zwischen den einzelnen Anbietern der Krankenversicherung unterschiedlich sein. Hier sollte der Versicherungsnehmer vor Vertragsabschluß unbedingt einen umfangreichen Versicherungsvergleich durchführen.

Sehr hilfreich ist für einen Versicherungsvergleich das Internet. Ohne zusätzlichen Aufwand von Kosten, Wegen und Zeit und ohne fremde Beeinflussung werden die gewünschten Leistungen in der entsprechenden Tabelle eingetragen. Mit den günstigsten Anbietern beginnend sind die Beiträge für die Wunschleistungen in einer Tabelle aufgelistet. Sehr wichtig ist, wie viel Beitragsrückstellungen die einzelnen PKV für das Alter bilden, um auch als Rentner den Beitrag bezahlbar zu halten. Wenn das nicht ersichtlich ist, sollte unbedingt beim Versicherer nachgefragt werden. Von den ausgewählten drei günstigsten Bietern kann der Interessent noch ein konkretes verbindliches Angebot einholen. Ein späterer Wechsel innerhalb der PKV ist bei Beachtung der Kündigungszeiten immer möglich. In der Praxis ist es jedoch kaum sinnvoll, weil mit dem höheren Eintrittsalter für den neuen Vertrag in der Regel auch der Beitrag höher ist. Ein Wechsel zur GKV ist für Privatpatienten nur noch unter besonderen Bedingungen (Hartz IV) möglich. Mit einer vereinbarten Selbstbeteiligung bis zu einer bestimmten Höhe im Jahr kann der Privatpatient seine Beitragshöhe oft erheblich senken. Bei finanziellen Problemen kann er auch in den Basistarif der PKV wechseln. Bei Privatpatienten erfolgt die Abrechnung des Arztes oder vom Krankenhaus immer mit dem Patienten. Er muss die Rechnung bezahlen und kann dann mit seiner PKV je nach abgeschlossenem Tarif abrechnen.